Hintergrund

Hintergrund

Durch eine engagierte Freiwillige und studierte Afrikanistin, Claudia Bruschke, gelangte ich, Elisabeth Bruckmann, an diesen von seiner Natur und Urwüchsigkeit her schönen Ort Rusinga, einer Halbinsel am Viktoriasee. Mit Claudia und im Gespräch mit Jugendlichen vor Ort entstand ein nachhaltiges Hilfskonzept, das – zunächst durch Spenden aus Deutschland “angekurbelt" – mehr und mehr zum “Selbstläufer" werden soll.
Angesetzt haben wir bei den Waisenkindern, die vielfach hungrig auf ihre Geschwister aufpassen, da sie entweder einen oder gar beide Elternteile durch AIDS verloren haben, und durch Nährstoff-(v.a. Vitamin-)mangel oft krank sind.
Um dem abzuhelfen, werden nun Kohl und Mangos angepflanzt. Diese Mangos zeichnen sich durch ihre Dürreresistenz aus und sind daher für die von gelegentlich extremer Trockenheit betroffene Region besser geeignet als die zunächst mit Ernteerfolgen gesegneten Passionsfrüchte, die im Frühjahr 2011 leider eingingen.
Neben dem Anbau von Obst und Gemüse unterstützt der Verein BaRuIs außerdem die Schulbildung (in Kenia kostet lediglich die Grundschulbildung nichts, weswegen vielen der Zugang zu Bildung und damit zu “Aufstiegschancen" verwehrt bleibt).
Relativ jung ist unser Patenschaftsprojekt: mehr als 20 Waisenkinder haben deutsche Paten für ihre weiterführende Schulbildung gefunden. Für nur 40€ im Monat erhalten sie nun die Chance, aus dem Kreislauf der Armut herauszukommen und – so hoffen wir – nach erfolgreichem Schulabschluss ihre Community mit ihren Fähigkeiten und Kontakten selbst voranbringen zu können.
Darüber hinaus wurden Arbeitsplätze geschaffen, so zum Beispiel durch den Erwerb von 2 Nähmaschinen für arbeitslose, verwitwete Schneiderinnen im Dorf. Dieser Projektbestandteil ist mittlerweile selbsttragend – genau wie die Aufzucht und Verwertung von Milch-Ziegen.